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Last day: 10-05-2012
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Vorschau: Die PROPOSTE 2010 lanciert das Jahr der Einrichtungstextilien!
Source: team expoportDie nun 18. Proposte findet vom 05. – 7. Mai, wie immer, auf dem Villa Erba-Gelände in Cernobbio nahe des schönen Comer Sees statt.
Die weltweit für das Einrichtungsgeschäft führende Textilfachmesse ist immer ein großer Event: eine Vorschau des Edlen und der Qualität, die trendsettend in Gardinen und andere Einrichtungstextilien das Hochwertige auf die Märkte bringt. Dieses Jahr hat die Proposte ihre Aktivitäten jedoch ausgeweitet und einen Runden Tisch organisiert, an dem sich bekannte Produzenten, Architekten (!), Designer, Händler und die Presse zu einer Marktbestimmung zusammenfanden. Der ausgegebene Leitspruch: Möge 2010 das Jahr der Einrichtungstextilien werden!

2010 Proposte © Karim Rashid
Das diesjährige Proposte-Plakat wurde von Karim Rashid gestaltet. Im Trend: die frischen Farben und das hochaktuelle taktile Element in der textilen Oberfläche.
Die Proposte versteht sich nicht nur als Marktplatz für Textiltrends, sie sucht Konzepte und Entscheidungen in einem größeren Marktkontext zu erfassen
Gemeinsam mit Polstermöbelproduzenten, Textildesignern, Architekten und Händlern sollte dieses Jahr der zukünftigen (besseren) Marktpositionierung von Polsterstoffen gewidmet sein, unter Einbindung der produktionstechnischen Möglichkeiten und der in ständiger Entwicklung befindlichen Märkte. Die Aussteller scheinen dem Ruf der Proposte im letzten Jahr gefolgt zu sein, ein Internationales Jahr der Naturfasern zu feiern und sich dem Programm „Scheinbare Einfachheit und Natürlichkeit“ anzuschließen. Das Motto war, „den Randaspekt Einrichtungstextilie ins Herz der konzeptionellen Entwicklung“ zu verlagern, wie Sergio Coccia ausführte – technischer Leiter des italienischen Einrichtungsmagazins Arredo e Design.
Der Mailänder Runde Tisch
Zu diesem Zweck wurde am 25. Februar 2010 ein runder Tich einberufen, der unter dem provokativen Motto stand: Mögen Architekten Textilien? Prominente Architekten, Produzenten, Händler und Journalisten berieten unter der Moderation von Sergio Coccia über die Zukunft der Textilien. Piercarlo Viganò, Vorsitzender der Proposte, war einer der Sprecher. Die Architekten Piero Lissoni, Ettore Mocchetti (Herausgeber von Arredo e Design, Marco Piva und Italo Rota nahmen teil, sowie Giovanni Anzani, der Direktor von Poliform und soeben ernannte Vorstitzender von Assarred; der Textildesigner Nicola Fabrizio, Vorsitzender von Aneta – ihm gehört auch Dedar, Massimo Riccio, Händler und Textildesigner, sowie Direktor von Acro Texture und Pier Cipriano Rollo, zuständig für Marketing und Geschäftsentwicklung des triester Fincantieri Konzerns.
Wesentliche Fragestellungen und Ziele
Die Hauptthemen waren:Warum wurde – über Jahrhunderte - die Rolle der Textilien in gewisser Weise in den Hintergrund gedrängt? Warum hat das Textil an Bedeutung verloren, obgleich die Produktionsmengen in etwa gleich stark blieben? Warum ist die junge Generation so ferngeblieben? Ziel war, den Zusammenhang zwischen Textil und Einrichtung zu verstehen, die italienische Exzellenz auf diesem Gebiet beizubehalten und weiter ihre Stärken zu fördern: ihre Kreativität und ihr technisches Innovations- und Handelspotenzial. Erkannt wurde die Notwendigkeit eines gemeinschaftlichen Schubes, den Glanz des phantastischen Kommunikationselements Textil neu zu aktivieren. Die kürzliche Gesetzesverabschiedung des Made in Italy als Zertifizierungsprozeß ist ein großer Schritt in Richtung Anerkennung und Aufwertung exklusiver italienischer Textilien.
Made in Italy – Zertifizierungsprozeß endlich verabschiedet!
Eine ganz bedeutende und wesentliche Ausszeichnung italienischer Qualität ist nun gesetzlich am 16. Februar 2010 verabschiedet worden: das Made in Italy Gesetz. Das Problem war nicht gering gewesen: die Made in Italy – Kennzeichnung war bislang durch keine bindende Zertifizierung gesichert, und dies hatte sowohl qualitative als auch die gesetzlichen Standards betreffende negative Folgen für den Handel insbesondere mit Qualitätswaren. Es gab, z.B., keine legale Handhabe, den Plagiaten beizukommen. Diese für den gehobenen Handel sehr unkomfortablen Bedingungen wurden durch das neue Gesetz weitestgehend beigelegt.
In Anlehnung an das Reguzzoni/Versace – Gesetz, hat die italienische Abgeordnetenkammer nahezu einstimmig die Made in Italy-Kennzeichnung an Einrichtungs- und Bekleidunstextilien sowie Fußbekleidung und Lederwaren gesetzlich geschützt. Das neue Gesetz besagt, daß „der Hersteller klare und präzise Auskunft zu geben hat über die Einhaltung der gesetzlichen Kriterien bezüglich der Produktionsprozesse und Arbeitsbedingungen, der Produkthygiene- und Sicherheitszertifizierung, dem Ausschluß von Minderjährigenarbeit und der Befolgung internationaler Verträge betreffend die Europäischen Umweltstandards und Normen“ (Corriere della Sera, 11.12.2009). Die Made in Italy Kennzeichnung soll nur an in Italien hergestellten Produkten erlaubt sein, oder an solchen, die mindestens zwei Produktionsprozesse in Italien nachweisen können unter Angabe der anderen Produktionsorte. Außerdem gilt der Schutz des Urheberrechts von Markenzeichen und –waren zukünftig bedeutend länger: 70 Jahre, statt vorher nur 20, nach dem Tode des Markeninhabers. Zur Erleichterung der Zertifizierung bezieht sich das neue Gesetz nicht auf Markenzeichen oder –waren, die bereits zum öffentlichen Gemeingut gehören.
Proposte in Zahlen
2010 haben sich 103 Aussteller angemeldet auf 6.300 m² Ausstellungsfläche. Davon kommt gut die Hälfte – 53 – aus Italien selbst und der Rest aus anderen Europäischen Ländern: 16 Aussteller – wie immer die höchste Anzahl – aus dem textilstarken Belgien, 11 aus Frankreich, 9 aus Spanien und 5 aus Großbritannien. Die treuen immer wiederkehrenden deutschen Aussteller sind Delius, Müller Zell, Gebr. Munzert und die Firma Pongs. Ein oder zwei Aussteller in kommen aus den Niederlanden, Österreich und der Schweiz.
