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Trade show dates

First day: 25-04-2010
Last day: 29-04-2010

Trade show details

Marktorientierte Designtrends auf der MOW 2010

Die M.O.W. (25. - 29. April 2010) endete mit einem guten Ergebnis. Die Messe für die Einkaufsverbände und Einkäufer von Großformen des Handels registrierte mehr Besucher als 2009, so der Veranstalter. "Die Branche hat sich in den neuen Frühjahrs-Zyklus eingefunden", so M.O.W. Chef Bernd Schäfermeier.
Mehr als 500 Unternehmen aus 31 Nationen zeigten in den verschiedenen Hallen und Pavillons von Bad Salzuflen und Barntrup ihre Produkte und Konzepte. Der größte Teil davon stellt - so die M.O.W. -nicht in Köln aus. M.O.W. ist die Messe für die Mitte des Marktes.

Auf der M.O.W. wird maßgeblich der Möbel-Konsum für die kommende Saison bestimmt. Wenn hier von Trends die Rede ist, sind nicht die großen Würfe internationalen Designs gemeint, sondern die Adaptionen dieser Entwicklungen für den breiten Markt.


Funktionalität ist Trumpf                              Foto: M.O.W

Die Bedeutung der M.O.W. liegt vor allem darin, dass sie den Einkaufskommissionen der Verbände eine konzentrierte Sichtung ermöglicht, die zur Vorbereitung von Sortimentsentscheidungen für das Herbst- und Wintergeschäft dienen. Dabei kommt es auf die Qualität der Besucher an, nicht auf die Frequenz.
Darüberhinaus wird auf der M.O.W. kurzfristig verfügbare Aktionsware geordert.

Hier ein Überblick über die Entwicklungen zu verschiedenen Angebots-Themen: Convience, Materialehrlichkeit, Kombinationsfähigkeit, Individualität – das sind die übergeordneten Trends der Konsumklasse für die kommende Saison.

Möbel steigern die Lebensqualität
Große Schwebetüren, die sich auf Fingerzeig motorisch öffnen, Kleiderschränke mit synchronisiertem Panoramasystem, Lichttechnik, die auf Bewegung reagiert und die Farbe nach Stimmungslage wechselt, Polstermöbel, die per Knopfdruck Relaxstellungen einnehmen, Türen und Klappen, die sich per Sensor oder Anklopfen öffnen. Dunstabzugshauben, die sich bei Bedarf aus der Versenkung erheben, absenkbare Küchen- Theken, fahrbare Medienmöbel und vieles mehr gestalten das Leben in den eigenen vier Wänden so komfortabel wie im Luxushotel. Alles dient der Bequemlichkeit. Bleibt dabei aber durchaus erschwinglich. Und bei aller technischen Raffinesse unsichtbar. Was von hoher Intelligenz in der Produktentwicklung zeugt. Die Zulieferindustrie hat hier in Kooperation mit den Möbelherstellern ganze Arbeit geleistet.

Moderner Designanspruch
Italienischer Chic bleibt weiterhin gefragt. Die grifflose, geradlinige Formensprache im System zur individuellen Ausgestaltung des persönlichen Geschmacks dominiert den hochwertigen Wohn- und Essbereich. Dabei sehen die gezeigten Kombinationsvorschläge für den Konsummarkt immer auch ausreichende Stauraumlösungen vor. Minimalismus wie auf der Mailänder Möbelmesse verkauft sich bei den Deutschen, die immer noch den Pro-Kopf-Umsatz bei Möbeln anführen, schlecht. Kluge Unterbringungsmöglichkeiten für die elektronischen Medien sind hierzulande Pflicht, verstärkt auch die attraktive Einbindung von Büchern. Als Gegenpol zur italienischen Geradlinigkeit erlauben moderne Materialien ebenso wie Massivholz im Kastenmöbelbereich sanfte Rundungen und geschwungene Fronten. Licht ist ein Muss und findet in sämtlichen Wohnbereichen Einsatz.

Individualität beherrscht die Front
Maße, Oberflächen, Materialien, Zusammenstellungen und Fronten, ob blickdicht oder transparent, können dabei individuell gewählt werden. Die neuen Systemprogramme bieten nahezu grenzenlose Variationsmöglichkeiten. Ob Solitär oder große Medienwand – der Kunde hat die Wahl, was er daraus macht. Der Hochglanz-Trend erreicht auf der M.O.W. nahezu seinen Höhepunkt, gültig für alle Warengruppen von Service bis SB. Vereinzelt wird im hochwertigen Konsumsegment Mattlack als Alternative geboten - viel gesehen in Mailand. Neben Schwarz, Grau und Weiß/Creme kommt Metalloptik, Bronze, Silber. Bei Lackspezialisten sind auch irisierende Ausführungen erhältlich. Nach wie vor findet der Mix mit Furnier und Glas großen Anklang. Über die besagten Oberflächen hinaus können Endkunden auch Schrankfronten mit privaten Fotos bedrucken lassen. Digitaldruck macht’s möglich.

Polstermöbel als justierbare Entspannungsinseln
Sitzen, relaxen, liegen. Die neuen Polstermöbel ermöglichen fast jede Entspannungsposition. Unterschiedliche Sitzkomfortstufen, individuell veränderbare Sitztiefen, motorisch oder manuell verstellbare Sitzneigungswinkel, Bettfunktionen, klappbare Armlehnen, fahrbare Fußstützen, Aufstehhilfen, Stauraum – kaum ein Sofa ohne Funktion. Dabei bleibt die Technik unsichtbar. Schwebende Optik, kubisch, rund, kleine Einheiten, TV-Ecken, große Landschaften, alles geht und dient der Individualität und dem Wohlgefühl. Farblich zeigt sich die neue Polsterwelt zurückhaltend. Neben Erd- und Kaffeefarben gehen weiß und schwarz, neu ist grau und violett. Rot gilt als Eyecatcher für die Ausstellung am POS. Der Trend zu leicht glänzenden Dickledern verstärkt das Luxusgefühl. Bei Stoffen schmeicheln strukturierte Gewebe der Haptik, nach wie vor überwiegend unifarben. Gemusterte Dessins setzen auf Dekokissen belebende Akzente.

Massivholz kommt massiv
Geschroppte Reliefsstrukturen, rissige Oberflächen, 80kg schwere Tische: Massivholz kommt massiv! Handwerklichkeit und Materialehrlichkeit werden schon auf den ersten Blick ersichtlich und begreifbar. Nussbaum hält seinen hohen Stellenwert. Eiche kommt in Grau-/Brauntönen oder in Natur jeweils gekälkt. Ebenso wie Esche geweißt oder natürlich geölt. Neu im Massivholzprogramm: Ulme und Akazie. Erle steht weiterhin hoch im Kurs. Kernhölzer bleiben mit ihrer lebendigen Maserung von hohem Interesse. Im hochwertigen Bereich wird darauf geachtet, dass gerade Kanten auf Gehrung verarbeitet werden und die Maserung alle Seiten durchgängig umläuft.

Bäder in allen Facetten
Vom Bad im Karton für 99 Euro EK bis hin zur 9.000 Euro teuren, blattvergoldeten Luxusausführung reicht das Repertoire der Badmöbel- Spezialisten auf der M.O.W. 2010. Intelligente Beschlagtechnik, innovativer Materialeinsatz und perfektionierte Kantenverarbeitung optimieren Bedienungsfreundlichkeit und Widerstandsfähigkeit im Nassraum. Becken bilden mit Arbeitsflächen eine durchgängige Komfort-Zone. Bedarfsgerechte Innenausstattungssysteme sorgen für praktikablen Stauraum. Auch im Bad wird Kombinationsvielfalt groß geschrieben. Individuelle Maße, Oberflächen und Zusammen¬stellungen von groß bis klein, sogar Bäder als Raumteiler werden möglich gemacht. Extravagante Armaturen krönen den Genuss. Farblich dominiert Weiß die Front, im Hochwertbereich auch Schwarz und Grau, Gold oder Silber. Alternativ stehen Violetttöne oder Holzdekore bzw. Furniere in hellen sowie grau/braun gekälkten Ausführungen zur Wahl.

Mitwachsende Kind- und Jugendmöbel
Viel Phantasie beweisen die Spezialisten für Baby, Kind und Jugend auf der M.O.W. 2010. Verwandlungsfähige Möbel machen das Kinderzimmer zu wahren Abenteuerspielplätzen. Wobei sich die einzelnen Elemente individuell dem Entwicklungsstand der Heranwachsenden anpassen lassen. Die Wickelkommode wird zum Sideboard oder zum Schreibtisch, das Gitterbett zur Singleliege. Auch hier heißt die Grundfarbe weiß, jedoch kommt dazu kräftig Farbe ins Spiel. Meistens in Form von bunten Applikationen, Aufbewahrungscontainern und Textilien, oftmals in separaten Sortimentslinien aufbereitet für die getrennt zu behandelnden Zielgruppen der Mädchen und Jungs.

Wohnen draußen wie drinnen
Dem Wohnen draußen wird viel Platz eingeräumt. Wobei sich Outdoor/Indoor zunehmend vermengt. Möbel aus Teakholz und Geflecht halten mittlerweile drinnen ebenso Einzug wie das Kunstleder- Polstermöbel draußen. Große Tische, gern auch verlängerbar durch Auszugsmechanik, laden zu geselligen Tafelrunden im Familien- und Freundeskreis, auf der Terrasse oder im Garten ebenso wie im Wohnzimmer. Bequemlichkeit bei Bänken, Sesseln und Stühlen ist drinnen wie draußen gleichermaßen gefordert.

Nachhaltigkeit & grünes Design
Nicht nur, dass die Verwendung heimischer Hölzer sowie die Wohngesundheit immer wichtiger wird, die neuen Möbel denken auch nachhaltig mit: Klimaneutrale Sitzmöbel aus Geflecht, Wohnmöbel mit Energiesparkonzept, Lichttechnik mit Bewegungsmelder – solche Raffinessen schonen den Energieverbrauch und tragen zu einer wohltuenden Umgebung bei. Zum Nachhaltigkeitsgedanken zählen auch zeitloses, langlebiges Design, die Echtheit der Materialien und eine ausgewogene Qualität, bis runter zum kleinsten Preis. All diese Trends und Themen müssen dem Endkunden kommuniziert werden. Etliche Anbieter liefern die entsprechenden Vermarktungskonzepte gleich mit, überzeugen mit eingängigen Präsentationen und/oder filmischen Impressionen. Das hohe Maß an Individualität und Kombinierfähigkeit der neuen Möbel-Generationen setzt jedoch ganz neue, kreative Kommunikationsformen voraus. Wie diese Marketinginszenierung von Industrie und Handel am besten umgesetzt wird, darauf dürfen wir ab Herbst 2010 gespannt sein. 

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